Warum ich Naturkosmetik selber herstellen?

Der erste und plausibelste Grund warum ich meine Pflegeprodukte für mich und meine Familie selber herstelle ist kurz und knapp erklärt: Unsere Haut ist mit circa zwei Quadratmetern Fläche unser größtes Organ. Als Schutzschild gegen Umwelteinflüsse kann sie zwar von gewissen Nährstoffen, aber eben auch von Giftstoffen durchdrungen werden.

 

Ob Mann, Frau oder Kind im Durchschnitt kommt jeder von uns pro Tag allein Skin Vitalcreme – Ein Gedicht für Euer Gesicht von BIOalivedurch die genutzte Kosmetik mit etwa 100 verschieden Chemikalien in Berührung. Wenn Du jetzt meinst ich übertreibe, dann nehme einmal Deine Produkte oder die Deiner Kinder genauer unter die Lupe: Wie viele davon benutzt Du oder Deine Kinder täglich? Duschgel, Zahnpasta, Cremes, Deo, Rasierschaum… Frauen nutzen zusätzlich noch Make-up, Lippenstift, Nagellack… Meine Tochter steht Ihrer Mama in nichts nach! Ihre Augen leuchten, wenn Sie mir ihre selbst bemalten Fingernägel präsentiert oder statt ihres Schminkkopfs, sich selbst in Regenbogenfarben geschminkt hat. Ein Vater glaubt es kaum, aber auch Frauen mit 4 Jahren lege viel Wert auf ihr Äußeres! Glaubt aber nicht, dass gängige Kinderschminke aus hochwertigen Inhaltsstoffen besteht. Schminkprodukte für Kinder sind meisten sehr preisgünstig und somit auch von minderwertiger Qualität bezüglich natürlicher Inhaltsstoffe. Schau einfach einmal auf die Rückseite Eurer Produkte oder die Euer Kinder. Zählt spaßeshalber einmal die jeweiligen Inhaltsstoffe zusammen – achtet dabei vor allem auf diejenigen mit komplizierten chemischen Namen. Wenn Du nicht weist von welcher Pflanze dieser Stoff kommt, den Namen nicht auf Anhieb aussprechen kannst oder dieser mehr als vier Silben hat, kannst Du davon ausgehen, dass diese Substanz besser nicht in Deinem Körper oder denen Deiner Kinder eindringen sollte.

 

Erschreckend viele Inhaltsstoffe kommerzieller Kosmetika haben krebserregende oder hormonähnliche Eigenschaften. In letzterem Fall greifen sie in das hochsensible Hormonsystem unseres Organismus ein, welches eine Vielzahl an Körperfunktionen reguliert. Die gravierenden Folgen können unteranderem Übergewicht, Diabetes, Unfruchtbarkeit, Schilddrüsenprobleme, diverse Krebserkrankungen oder andere Zivilisationskrankheiten sein.

 

Wie kann das sein, dass gesundheitlichgefährdende Chemikalien in Kosmetikprodukten verwendet werden? Eigentlich dürften doch die Inhaltsstoffe von unseren geliebten Kosmetikprodukten nicht schädlich sein, sonst würde doch eine Behörde Alarm schlagen und diese aus dem Verkehr ziehen? So habe ich auch einmal gedacht! Nur leider geht diese Denkweise weit an der Realität vorbei. In der EU gilt aktuell die Regel, dass Kosmetikhersteller selbst für die Sicherheit ihrer Produkte bürgen müssen. Die Prüfung dieser Angaben erfolgt aber leider nur stichprobenartig. Weiterhin sind zwar Obergrenzen für gesundheitlich bedenkliche Stoffe gesetzt, doch gelten diese nur für jeweils eine Substanz pro Produkt. Auf den Punkt gebracht: Eine Hautcreme könnte gleich mehrere gefährliche Stoffe in der zulässigen Höchstkonzentration beinhalten, ohne dass der Hersteller gegen die geltenden Regeln verstößt. Richtig problematisch sehe ich aber folgendes: Männer sowie Frauen und Kinder nutzen ja nicht nur eine Hautcreme, sondern benutzen gleich mehrere Produkte gleichzeitig. Wir nutzen Duschgel zum waschen, Bodylotion zur anschließenden Hautpflege, Deo für den guten Geruch… Alle diese Produkte enthalten einzeln gesehen vielleicht nur die jeweilige Höchstkonzentration an gefährlichen Inhaltsstoffen. Zusammenaddiert werden einzelne Höchstkonzentration sehr oft weit überschritten. Von den Wechselwirkungen einzelner Inhaltsstoffe, die sich durch kombinierte Anwendungen ergeben, möchte ich erst gar nicht anfangen zu berichten. Nur soviel, viele Menschen setzen sich unbewusst einen potenten Chemiecocktail aus, der täglich über ihre Haut in ihren Körper gelangt.

 

Es heißt, die Dosis macht das Gift. Was in kleinen Mengen unbedenklich erscheint, kann in der Langzeitanwendung aber völlig unüberschaubare Folgen haben. Tests im Labor geben die Wahrheit preis, wie unser Organismus kurzfristig auf einen bestimmten Stoff reagiert. Unklar bleibt jedoch, wie dieser sich bei täglicher Aufnahm über Jahrzehnte hinweg auswirkt. Oder was passiert, wenn mehrere dieser Chemikalien aufeinandertreffen? Wie reagieren sie miteinander, und welche Folgen hat das über die Dauer unseres Lebens gesehen für unseren Körper? Die Antwort ist beklemmend: Man weiß es nicht genau! Natürlich ist der menschliche Körper ein robustes Wunderwerk und kann sich gelegentlich mit einer kleinen Dosis Gift auseinandersetzen. Ein falscher Pilz aus dem Wald oder der Stich eines giftigen Insektes bedeutet für unsere Vorfahren nicht gleich das Todesurteil. Wir haben einen gut funktionierenden Abwehr- und Entgiftungsapparat mit auf den Weg bekommen, der uns auch Angriffe von Bakterien, Vieren oder Schimmelpilzen überstehen lässt. Doch neu ist, bedingt durch unsere Konsumgesellschaft, die ständige Belastung mit synthetischen Substanzen. Angesichts der stetig steigenden Anzahl von Krebserkrankungen und Allergien müssen wir uns fragen, inwieweit die kontinuierliche Ladung Chemie aus unseren Lebensmittel und Pflegeprodukte eine Rolle spielt.

 

Ich rate Euch nur, hinterfragt Eure Lieblingsprodukte und glaubt nicht alles was die Hersteller auf die schönen bunten Verpackungen schreibe.

 

Liebe und natürliche Grüße

Euer Guido